Sonntag, 22. Oktober 2017

CND Vinylux "Nightspell Fall" #250 Lilac eclipse

Das Wochenende ging mal wieder schneller rum als gedacht - und auch wenn ich es tatsächlich geschafft habe, das Eine oder Andere auf den Weg zu bringen, hätte ich gerne noch mindestens einen Tag gehabt, um auch noch die restlichen Dinge zu erledigen. Immerhin hat das mit dem Nägellackieren funktioniert und ich hatte auch genug Zeit, ein paar Bilder zu machen, sodass ich auch wieder bei der #FrischlackiertChallenge mitmachen kann - wenn auch auf den letzten Drücker...

Der heutige Lack passt eigentlich hervorragend zu dem von gestern Morgen - sie sind nämlich beide Lila, wenn auch sehr unterschiedlich. Aus der "Nightspell Fall Collection" von CND Vinylux war "Lilac eclipse" tatsächlich der Lack, der mich am wenigsten angemacht hat, darum durfte (oder musste) er auch zuerst auf meine Nägelchen.
Die CND Vinylux-Lacke kommen alle mit einem gut geschnittenen Pinsel, der den Lack perfekt aufnimmt und gut verteilt, daher. Bei "Lilac eclipse" ist das nicht anders, auch die Konsistenz ist sehr lackierfreundlich und cremig. Bei kürzeren Nägeln oder dickeren Schichten dürfte schon eine Schicht reichen, ich habe aber zwei gemütliche, dünne aufgetragen. Schön ist, dass der Auftrag auch über die Nagelspitzen ohne extra Aufmerksamkeit funktioniert und sich der Lack auch nicht zurückzieht. Die Trockenzeit ist in Ordnung, ich würde sie nicht als überaus kurz beschreiben, aber auch nicht sonderlich langsam. Leider gleicht sich "Lilac eclipse" an meinen Nagelrändern nicht so ganz perfekt aus, sodass ich auch eine Schicht Topcoat lackiert habe, um das zu kaschieren. An und für sich ist das Finish aber auch ohne eine Extraschicht Glanz sehr ansehnlich.
Farblich ist "Lilac eclipse" eindeutig Lila, allerdings keiner der üblichen hellilanen Fliedertöne, sondern eine deutlich wärmere Nuance. Während ich von pastelligen Tönen bekanntlich nicht sonderlich begeistert bin, war ich bei diesem Vinylux doch positiv überrascht von der Intensität. An der einen oder anderen Stelle könnte er fast auch als blaustichiges Altrosa durchgehen, aber kaum ist das Licht ein wenig kühler, zeigt sich deutlich, dass das doch ein Lilaton ist. Das Cremefinish steht dem hellen Lila ganz hervorragend und macht den speziellen Ton wohl noch ein bisschen deutlicher als es ein spezielleres Finish tun würde. Auch wenn die Farbe nicht klassisch herbstlich ist, passt "Lilac eclipse" auch gut in den Oktober - hin und wieder kommt ja auch jetzt noch die Sonne raus und das steht dem Lack enorm.
Auch wenn ich "Lilac eclipse" hier alleine in unterschiedlichen Lichtverhältnissen in zig Bildern darstellen könnte (und es auch immer wieder etwas Spannendes zu entdecken gäbe), ist so ein Cremefinish natürlich die perfekte Basis für ein Design! Auf den allerletzten Drücker möchte ich heute noch bei der #FrischlackiertChallenge teilnehmen, die diese Woche mit "Goldrausch" überschrieben ist. Eigentlich wollte ich letzte Woche auch schon mitmachen, aber dann kam mir mein ganzes Chaos in die Quere... Für heute hatte ich aber ein bisschen Zeit und darum auch etwas in meinem Nailartkram gekruscht. An und für sich dachte ich, dass ich noch irgendwo Goldfolie haben müsste, aber entweder habe ich mich geirrt, oder sie hat sich richtig gut versteckt... Statt kleinen Goldfitzelchen auf den Nägeln musste also eine Alternative her!
Der erste Griff ging also zu goldenem Topcoat und auch wenn meine Auswahl da nicht sonderlich groß ist, habe ich mit dem "so gold"-Topper von p2 den perfekten Lack im Angebot. Auch wenn der Schimmer superfein (und der Lack an sich vielleicht ein bisschen zu flüssig) ist, ist das ein schönes, warmes Gelb- oder fast schon Orange-Gold. Beim Lackieren musste ich zwar ein wenig aufpassen, den goldenen Schleier halbwegs gleichmäßig auf den Nägeln zur verteilen, aber das Ergebnis spricht finde ich für sich: "Lilac eclipse" mit goldenem Schimmer kann sich sowas von sehen lassen! Als kleines Highlight habe ich auf dem Ringfinger dann noch goldene Blätter in den Lack gedrückt, die zwar ein wenig heller und weniger warm sind, aber dennoch gut passen. Ich finde allerdings auch, dass ein Nagel durchaus reicht, um die Mani aufzupeppen. 
Erfahrungsgemäß ist die Haltbarkeit bei den CND Vinylux-Lacken sehr ansehnlich und auch "Lilac eclipse" macht da keinen Unterschied. Nach zwei Tagen ist noch nichtmal Tipwear zu sehen und wenn es mir nicht in den Fingern jucken würde, neu zu lackieren, hätte ich den auch noch länger getragen! Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr auf seine Geschwisterchen. 

"Lilac eclipse" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

Samstag, 21. Oktober 2017

Illamasqua "Glitterati"

Jetzt gehen sie bei mir wieder los - die großen Grübeleien, welche Farbe ich denn lackieren möchte... Für Mittwoch ist das ja noch immer schön vorgegeben, aber die (zumindest angedachten) anderen beiden Postings stellen mich immer wieder vor die große Farbherausforderung. Heute (naja, eigentlich für gestern, aber irgendwie bin ich dann volles Rohr beim Darts auf der Couch eingeschlafen) gibt's aber endlich einen der Lacke, die ich lackieren wollte, seit ich sie gekauft habe - in diesem Falle seit März.

Um "Glitterati" von Illamasqua wurde ja schon viel Aufhebens gemacht - vor allem, als er bei tkmaxx zu einem wirklich günstigen Preis zu haben war, gab es Anfang dieses Jahres ein kleines Revival, das die Vorzüge dieses Schmuckstücks nochmal von allerlei Seiten beleuchtet hat.
Wenn man bei den Illamasquas die eckige Kappe abzieht, hat man nur das kleine schwarze Handstückchen zum Lackieren und das finde ich nur bedingt angenehm. Der Pinsel ist lang, schmal und gerade geschnitten, wodurch der Auftrag des Lacks problemfrei gelingt. Was die Konsistenz angeht, so bin ich mit meinem "Glitterati" in seinem 15ml Fläschchen nur bedingt glücklich - er ist fast ein kleines bisschen klebrig, allerdings nicht von der eingedickten Sorte. Trotzdem habe ich genug Lack mit dem Pinsel auf den Nagel bekommen und konnte auch kleinere Fehlerchen noch ausbessern, übermäßig schnell trocknet der Lack nämlich nicht. Die erste Schicht bringt zwar schon einiges an Grundfarbe und auch Glitter auf den Nagel, reicht allerdings bei Weitem nicht, um ordentlich zu decken. Dafür ist schon eine zweite Schicht notwendig, die dann auch genügt - zumindest, wenn man die Nagelspitzen sorgfältig ummantelt hat, da zieht sich der Lack nämlich gerne ein bisschen zurück.
Die große Enttäuschung kam bei mir aber, als "Glitterati" dann abgetrocknet war - das sah ja mal gar nicht so aus, wie ich mir das erhofft hatte. Da in der dunkellilanen, eigentlich schon eindeutig auberginigen Base so einige hexagonale Glitterteilchen rumschwirren, trocknet der Lack in einem absolut desaströsen und hubbeligen Finish ab. Von irgendwelchen holomäßigen Farbspielen, wie sie im Fläschchen zu sehen sind, zeigt sich auf den Nägeln im ersten Moment absolut rein gar nichts - große Enttäuschung. Da muss also zwingend mindestens eine Schicht Topcoat drauf, die bringt die schöne Aubergine zum Glänzen und hebt auch den Glitter deutlicher raus - bzw. lässt ihn in den Lack einsinken, sodass das Ergebnis glatter scheint und die Partikelchen auch leuchten dürfen. Eine zweite Schicht ist noch ein wenig besser, da das Finish dann noch glatter wird - für den richtigen Spiegelglanz hätte es wohl noch einer dritten Schicht bedurft.
Wenn man dann aber noch ein bisschen genauer hinschaut, wird deutlich, dass neben zwei unterschiedlichen Größen hexagonaler Silberholoteilchen auch noch ganz feiner Schimmer in "Glitterati" enthalten ist. Ich würde mal behaupten, dass der in Gold und ebenfalls silbrigem Holo vorkommt, bin mir da aber nicht zu einhundert Prozent sicher - auf jeden Fall ergibt das ein tolles, abwechslungsreiches Finish, das dem dunklen Lila hervorragend steht. Überhaupt muss ich sagen, dass ich die Grundfarbe des Illamasqua grandios finde - bei warmem Licht kommen die rötlichen Anteile hervorragend raus, ansonsten zeigt er sich tatsächlich ein wenig kühl-dunkellila, aber in jedem Fall edel mit kleinen Highlights. Obwohl mich diese Glitzerpartikel, die natürlich im Fläschchen viel klarer sind als auf den Nägeln (weil hier dann doch mal eine Lackschicht drüberliegt), schon sehr begeistert haben, wollte ich trotzdem ein kleines Design auf die Nägel bringen und habe nach dem perfekten Motiv gesucht.
Bei der 8-01 von ÜberChic bin ich dann hängen geblieben - dort gibt es nämlich eine kleine Eichel als Einzelmotiv und dazu passend ein herbstliches Durcheinander aus Blüten, Blättern und Eicheln als Ganznagelmuster. Die Eichel habe ich auf dem Ringfinger als kleine Kette aufgebracht, das Ganznagelmotiv auf die restlichen Nägel - und ich muss sagen, dass ich das wirklich niedlich finde. "Holo manolo" von Catrice zeigt zwar nur in Ansätzen seinen leichten Holoshift, aber ich mag den Kontrast zu "Glitterati" und außerdem haben so auch die im Lack liegenden Partikelchen noch die Gelgegenheit, hier und da ein bisschen durchzufunkeln. Ich hätte mir zu der Eichel vielleicht noch ein passendes Hörnchen suchen können - aber auf die Idee bin ich eindeutig zu spät gekommen. So bleibt "Glitterati" sozusagen vegan - ist ja nur herbstliches Geblätter drauf abgebildet...
Dass das Ablackieren dank des enthaltenen Glitters nicht wirklich spaßig ist, ist wohl keine Überraschung. Ein bisschen ungeschickt finde ich aber die verhältnismäßig schlechte Haltbarkeit des Lacks, da sich die Nagelspitzen trotz Topcoat doch recht zügig abnutzen. In der Summe finde ich den Lack zwar schön, hätte mir aber von "Glitterati" irgendwie mehr erhofft - mal sehen, wie wir beiden so verbleiben werden...

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Navigationsgerät...

An einem schönen, frühherbstlichen Wochenende beschloss ich, einen guten Freund in Dortmund zu besuchen. Nach einer leicht enervierenden Fahrt über die Autobahn (das mit dem Reißverschlusssystem wird der Deutsche Bundesbürger wohl nie verstehen...) hatten wir einen tollen Samstag mit klebrigsüßen Donuts zum Mittag und bombastischen Burgern zum Abendessen. Nach einem gemütlichen Abend auf der Couch mit einem Mix aus sauren Stäbchen, Ben & Jerry's und Bionade Schwarze Johannisbeere-Rosmarin und diversen Tierdokus schlummerte ich glückseelig ein...

Am nächsten Morgen schienen schon die ersten Sonnenstrahlen ins Wohnzimmer und ich zückte mein Handy, um die Uhrzeit zu prüfen - ausschlafen soll ja erlaubt sein. Da aus dem Nachbarzimmer noch kein Laut zu hören war, habe ich ein bisschen gedaddelt und mich auf den neuesten Stand gebracht, was das Weltgeschehen anging, als auf einmal das Handy losdüdelte und meine Familie mich sprechen wollte. Es dauerte keine 3 Minuten bis ich noch immer nicht ganz wach, aber komplett angezogen aus dem dritten Stock des Altbaus die Treppen runter- und die Straße entlangflitzte. Drei Polizeibeamte standen am frühen Sonntagmorgen neben meinem Auto und erwarteten mich schon sehnsüchtig - und mir war innerhalb von Sekunden klar, was Sache war...
Neben einem Scherbenhäufchen auf dem Fußweg, war auch mein Auto voller Glassplitter und das Einzige, das fehlte, war mein Uralt-Navigationsgerät aus dem Jahre 2009. Das Navi mit dem nahezu defekten Akku, das nur dann länger als 20 Minuten funktioniert, wenn man es ans Kabel anschließt. Das Navi, das inzwischen mindestens 5 Minuten braucht, um ein GPS-Signal zu finden. Das Navi, das mit einem veralteten Kartensatz ausgestattet ist. Das Navi, dessen Touchscreen so unempfindlich ist, dass man schon fast Gewalt anwenden muss, bis man es dazu bekommt, das zu tun, was man möchte. Aber eben MEIN Navi. Die drei Gesetzteshüter nickten mitleidig und wissend, der einzige Mann in der Runde entfernte mit seinen schnittfesten Handschuhen noch dankenswerterweise grob die Glassplitter vom Sitz, riet mir aber beim Fahren doch eine Decke unterzulegen. Ach, nach Köln wollte ich? Na, das würde mit einer abgeklebten Scheibe ja nicht gehen und wäre sicher auch ein bisschen zugig auf der Autobahn - und dann verabschiedete man sich, da man ja das Notwendige getan habe und ließ mich verwirrt am Straßenrand stehen.
Immerhin war außer dem Navi absolut nichts entwendet worden - meine Sonnenbrille lag unangetastet in der Ablage und auch das Kleingeld war wohl uninteressant (wobei ich schon fast sicher bin, dass da mehr zusammengekommen wäre als für das Schrottnavi). Da sich inzwischen mein Schlafplatzzurverfügungsteller auch aus seinem Bett gequält hatte, flickten wir die Scheibe unter Zuhilfenahme von Mülltüten und Paketklebeband (man nimmt halt, was man hat!) notdürftig und ich stürzte mich nach einem kleinen und nicht ganz so entspannten Frühstück in das Versicherungschaos - dankenswerterweise haben wir da eine gute Police, sodass irgendwann auch der Abschlepper und das Ersatzauto organisiert waren und ich mich wieder auf den Weg nach Köln machen konnte. Das ganze Drama, das sich daran anschloss (Abschlepper, die nicht wissen, zu welcher Werkstatt das Auto soll; Zuständigkeiten bei den unterschiedlichen Abteilungen der Versicherung und Beinaheausraster meinerseits), erspare ich euch - Fakt ist, dass Carglass mir eine neue Scheibe eingesetzt hat und ich das Opferauto auch wieder aus Dortmund abholen konnte.

Was mich aber so erstaunt hat, waren die unterschiedlichen Reaktionen in meinem Umfeld auf den Einbruchdiebstahl: Neben Hilfsangeboten, Erstaunen, generellem Mitleid (teils aus eigenen Erfahrungen), Ungläubigkeit und Kopfschütteln kam auch das eine oder andere "Selbst schuld, wenn man das Navi im Auto lässt!". Ernsthaft? Selbst schuld? Wenn ich in meinem abgeschlossenen Fahrzeug etwas liegen lasse und dann jemand die Scheibe aus Sicherheitsglas einschlägt und etwas klaut, bin ich selbst schuld? Mir ist klar, dass ich das Navi hätte mitnehmen oder im Handschuhfach verstecken können, aber ganz ehrlich, ich bin nicht davon ausgegangen, dass dieses alte schrottige Ding bei irgendjemandem auf Interesse stoßen könnte (und in den letzten acht Jahren war das ja auch nicht der Fall). Und natürlich habe ich mich auch gefragt, ob ich "schuld" bin. Schuld daran, dass jemand eine Straftat begangen hat, sich mit Gewalt an meinem Eigentum vergangen hat - was für eine blöde Frage. Ich habe mein Auto ja nicht offen stehen lassen und ein großes Schild angebracht, auf dem "Bitte klau mein Navi!" stand.

Bin ich auch schuld, wenn ich im Erdgeschoss wohne und jemand in meine Wohnung einbricht? Oder wenn ich einen großen Fernseher habe, eine Musikanlage oder einen PC? Gar Geld in der Wohnung, vielleicht Schmuck oder Kunstgegenstände? Oder wenn jemand mein Fahrrad klaut - bin ich schuld, weil ich ihm so ein attraktives Fortbewegungsmittel vor die Nase gestellt habe? Wenn mir jemand mein Handy oder meinen Geldbeutel klaut - bin ich auch daran schuld? Das klingt mir zu sehr nach "na wenn du einen kurzen Rock anhast, musst du dich ja nicht wundern, wenn du belästigt wirst..." - und ich muss ehrlich sagen, dass wir nicht ohne Grund in einem Rechtsstaat leben, der gewisse Grundrechte zuspricht und gewisse Standards vertritt. Auch wenn ich meinen Pkw von innen mit 500€-Scheinen beklebt hätte - gibt das irgendjemandem das Recht, in das Auto einzubrechen? Natürlich nicht! Und selbst, wenn das Auto nicht abgeschlossen wäre, hat niemand das Recht, Dinge aus dem Fahrzeug zu entwenden.

Es ist zwar nicht wirklich Schlimmes passiert - außer der Tatsache, dass mich das Ganze Geld, Zeit und Nerven gekostet hat, habe ich keine körperlichen oder ernstzunehmenden seelischen Schäden zu beklagen; aber ich finde es bedenklich, dass so mancher die Verantwortung für eine Straftat eher beim Geschädigten sucht als bei demjenigen, der die Grundrechte eines Anderen verletzt hat...

Mittwoch, 18. Oktober 2017

essie gel couture "ballet nudes" closing night

Die letzte Woche war bei mir unerwartet turbulent - eigentlich hätten hier nämlich mindestens zwei weitere Postings erscheinen sollen, aber dann kam eines zum anderen (oder eher eben nicht) und der Blog hatte eine kleine Zwangspause. Das ärgert mich massiv, aber manchmal geht es nicht anders - dafür geht es heute aber mit "Lacke in Farbe... und bunt!" weiter!

Für Grau habe ich dieses Mal tatsächlich den perfekten Lack parat - essie's "closing night" habe ich mir nämlich in Roermond zugelegt und sicherheitshalber auch für Grau zurückgelegt. Mein erster Lack aus der "gel couture"-Serie musste doch ein bisschen warten, auch wenn ich sehr gespannt war, wie er sich schlagen würde, teilweise hat man ja doch Wunder versprochen bekommen.
Die Fläschchen aus der gel couture-Reihe enthalten auch 13,5ml Lack, haben aber die verdrehten Flaschen, die es gar nicht so leicht machen, sie hübsch aufs Foto zu bringen. Auch der Pinselstil ist verdreht, wodurch man beim Abstreifen des Lacks ein bisschen aufpassen muss. Der breite Biberschwanzpinsel nimmt den Lack mit seiner tollen flüssigen Konsistenz hervorragend auf und gibt ihn auch gut auf dem Nagel wieder ab. Mit der ersten Schicht ist schon ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ganze bei meinen dünnen Schichten noch nicht wirklich blickdicht und vor allem brauchen die Nagelspitzen eine Sonderportion Aufmerksamkeit. Also heißt es, zumindest eine zweite Schicht zu lackieren, was dank der angenehm kurzen Trockenzeit kein Problem darstellt. Zwar trocknet "closing night" nicht perfekt eben ab, einen Topcoat braucht's aber nur, wenn man wirklich Wert auf spiegelglatten Hochglanz legt. Ich bin ohne klargekommen und finde nicht, das das dem Lack einen Abbruch getan hat.
Farblich sind wir heute bei Grau, darum dürfte wohl recht eindeutig sein, in welchem Farbrahmen sich "closing night" bewegt. Ich würde den Grauton als eher kühleren, hellen Farbton beschreiben, der zumindest im Fläschchen ganz deutlich mit feinem, hellblauen Schimmer begeistert. Auf den Nägeln zeigt sich das Geschimmere dann leider nicht so deutlich, wie ich mir das gewünscht hätte, ist aber noch immer durchaus erkennbar. Vor allem unter der Tageslichtlampe wird der feine hellblaue Einschlag deutlicher und macht "closing night" zumindest ein bisschen spannender als den durchschnittlichen grauen Cremelack. Insgesamt ist Grau ja für mich so eine Farbe, die man immer tragen kann und die zumeist auch edel wirkt - durch den feinen Schimmer wird das bei dem essie sogar noch ein bisschen hervorgehoben. Zwar ist das nicht das klassisch-elegante, das einem sofort ins Auge springt, aber doch ein feiner, nobler Einschlag, der sich auf dem hellen Grau breit macht.
Für ein Design hatte ich sofort im Kopf, den Schimmer entsprechend aufzunehmen und habe dann in meinen Stampingplatten nach einem passenden Motiv gesucht. Vom grauen Mäuschen bin ich dann doch schnell abgekommen und bin bei meiner 8-03 von ÜberChic gelandet, die bis dato noch mit ihrer blauen Schutzfolie versehen war. Allerdings sind da ein paar spannende Motive drauf, also habe ich mir MoYou's "Beach house" geschnappt, ein zwar cremiges Hellblau, aber vom Farbton her ansatzweise zum Schimmer passend. Auf den Ring- und Mittelfinger habe ich dann das symmetrische Doppelmotiv mit Schnörkseln gestampt (das passt bei der aktuellen Länge meiner Nägel tatsächlich auch fast komplett auf einen Nagel!), auf den Zeige- und kleinen Finger habe ich das dazu passende "halbe" Motiv gestempelt, wobei dieses von der Größe her nahezu gleich ist, da statt der zweiten herzchenförmigen Hälfte hier ein Strahl nach unten (oder eben oben) zeigt.
Davon ab, dass sich "Beach house" ganz hervorragend stempeln lässt, habe ich mir sowohl beim Zeigefinger als auch beim kleinen Finger selber ein bisschen ins Fleisch geschnitten und das Stamping zur Nagelspitze hin doch ordentlich verzogen. Diese kleinen Schlenker sind also an und für sich nicht im Motiv enthalten, aber ich habe bei der Biegung meiner Nägel einfach immer entweder von vorne nach hinten oder von links nach rechts ein kleines Problem... Nichtsdestotrotz sieht man glaube ich ganz gut, was die Motive ausmacht und trotz der kleinen Fehler finde ich die Mani gelungen und mag sie sehr. Der hellblaue Schimmer in "closing night" geht leider ein kleines bisschen unter unter dem Stamping, aber das liegt einfach daran, dass er auch sonst nicht übermäßig dominant ist. Die Kombination aus Blau und Grau mag ich generell gerne und hier passt es auch einfach zu dem kühl angehauchten Grau wirklich hervorragend!
"closing night" hat sich auch mit Blick auf die Haltbarkeit wirklich gut geschlagen, die Oberfläche nimmt zwar die eine oder andere etwas stumpfere Stelle mit der Zeit mit, aber das ist ohne Topcoat vollkommen normal. Tipwear entwickelt sich nicht übermäßig schnell, wenn man die Nagelspitzen ordentlich versiegelt und ich muss durchaus gestehen, dass mich der essie überzeugt hat! 

Für die nächste Woche gehen mir langsam aber sicher die Kontraste ein bisschen aus, darum ziehen wir Halloween einfach ein bisschen vor und machen ORANGE!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

China Glaze "Wicked" 1134 Glitter goblin

Langsam aber sicher nähern wir uns nicht nur dem Ende des Jahres, sondern haben auch nur noch eine deutlich reduzierte Anzahl an Farben für diese siebte Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" zur Auswahl und so kommt es, dass es nicht mehr gar so abwechslungsreich werden kann, sondern durchaus auch ähnliche Nuancen in kürzerer Zeit drankommen. Aber sei's drum - mit einer Woche Abstand zwischen den Postings sollte das ja durchaus machbar sein!

Heute ist herbstlich durchaus passend Kupfer dran und an und für sich hatte ich befürchtet, dass mich mal wieder die Frage quälen würde, wo ich einen kupfernen Lack herzaubern sollte - aber tatsächlich stand da in meinem Regal der (farblich) durchaus perfekte Vertreter. Dass der Auftrag ein bisschen anstrengend werden würde, war mir im Vorfeld allerdings auch klar...
"Glitter goblin" von China Glaze hatte ich damals beim USA-Urlaub, ich bilde mir ein bei Sally's Beauty, mitgenommen und da das auch schon ein paar Jährchen her ist, muss der Lack auf eine gewisse Standzeit zurückblicken. Dem traumhaften Funkeln im Fläschchen hat das aber keinen Abbruch getan und so ließ sich der viele Glitter (erstaunlicherweise nicht eingedickt!) mit dem schmalen Pinsel gut auftragen. Allerdings war die erste Schicht nicht wirklich deckend, also habe ich da schon gegrübelt, ob ich nicht zu einem Schwämmchen greifen wollte. Für das "normale" Tragen reichen aber tatsächlich zwei mit dem Pinsel aufgetragene Schichten, die fiese Kameralinse stellt dann aber doch eher die Lücken zwischen den Glitzerteilchen in den Vordergrund, sodass ich die dritte Schicht doch mit dem Schwämmchen aufgetupft habe. Wie bei Glitterlack so üblich, ist das Finish ohne Topcoat eher rau und ungleichmäßig, darum habe ich für die weiteren Bilder auch mit zwei dicken Schichten Überlack gearbeitet.
"Glitter goblin" wirkt auf den ersten Blick auf den Nägeln sehr wild und durcheinander - der sheeren Base sind neben kupferfarbenem Glitter auch noch silbrig-holografische Glitterpartikelchen zugesetzt und das führt auf den Nägeln auch zu diesem Durcheinander aus Kupfer, Silber und einem Schillern in allen Regenbogenfarben. Ohne direkten Lichteinfall ist der kleine Goblin tatsächlich eher ein Wechselspiel zwischen orangestichigem Kupfer und Silber, sobald aber Tages-, Büro- oder Sonnenlicht ins Spiel kommt, schillert es überall auch in Rot, Orange, Gold, Grün oder Blau. Definitiv kein linearer Holo, der sich uns da in seiner Wildheit präsentiert, aber dafür ein spannendes und interessantes Wechselspiel der Farben, das keine Langeweile aufkommen lässt. Ich muss gestehen, dass ich trotz der kurzen Trockenzeit des Lacks das Ergebnis mit Topcoat viel toller finde, da die glatte Oberfläche die unterschiedlichen Farbpartikelchen irgendwie noch besser zur Geltung kommen lässt.
Dieses hübsche Schimmern mit einer deutlichen kupfernen Dominanz stellte mich dann auch vor die große Herausforderung eines passenden Designs. An und für sich hatte ich ein paar silberne Schnörksel im Hinterkopf, war mir dann aber sehr unsicher, ob die nicht dank des silbernen Glitzeranteils im Lack ein bisschen untergehen würden. Komplett übertünchen wollte ich dann das bunte Gemisch auch nicht, also habe ich mal meine Stampingplatten nach einem passenden, halloweentauglichen Motiv durchsucht. Ich bin dann bei der BP-81 hängen geblieben, die nicht nur ein paar knuffige Hexen im Angebot hatte, sondern auch ein Kürbisgesicht. Zwar ist mein Kupfer nicht gar so hell und zeigt auch ein paar Einschläge ins Bräunliche, aber mir schien das trotzdem ganz akzeptabel. Mit einem schwarzen Lack habe ich dann den Ring- und Mittelfinger bestempelt und fand das dann tatsächlich ausreichend.
Natürlich ist es mir nicht ganz gelungen, die Gesichter auf den beiden Nägeln auf gleicher Höhe anzubringen, aber sei's drum - so kommt zumindest der Basislack auch ausreichend zur Geltung und um die schwarze Schnitzerei herum funkelt es noch immer in allen Farben. Leider hatte ich keinen großen Kürbisrahmen mehr im Angebot, sonst hätte ich den noch als Rand auf die Nägel gebracht, aber irgendwie bin ich sowieso bei saisonalen Einzelmotiven schlecht ausgestattet - das liegt einfach daran, dass ich mich nicht für einen bestimmten Anlass, der dann nur wenige Manis betrifft, mit übermäßig vielen Optionen ausstatten wollte. Vielleicht wird sich das künftig aber ein bisschen ändern, an und für sich kann man solche Manis ja sowieso dann tragen und zeigen, wann man das selbst möchte und muss nicht zur zu Halloween, Weihnachten oder auch Ostern auf die Motive zurückgreifen...
Die Haltbarkeit ist bei "Glitter goblin" natürlich so eine Sache - ohne Topcoat geht der Glitter vor allem an den Nagelspitzen doch recht zügig ab. Allerdings lenkt das Gefunkel auf den Nägeln auch sehr von Lücken und kleinen Macken ab, außerdem lässt sich das gut mit dem Lack kaschieren bzw. reparieren. Mit Topcoat hält der China Glaze bombenfest und man muss sich nur damit anfreunden, dass das Ablackieren dank des vielen Glitzers nicht so wirklich angenehm ist...

Heute sind wir farblich ja eher typisch-herbstlich mit dem Kupfer, für die nächste Woche hätte ich dafür gerne eine entsprechende Spiegelung des aktuellen Himmels - es ist nämlich GRAU dran!